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Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen

Freimaurerei bedeutet, gemeinsam an einer zukünftigen Welt zu arbeiten. Nicht im besserwisserischen Sinn sondern im starken Verbund der Weltbruderkette. Dabei arbeitet aber ein jeder, an sich selbst oder anders gesagt, an seinem eigenen rauhen Stein. In der Hoffnung, dass sich der persönliche Weg in der Freimaurerei in einer wohltuenden Art auf das Umfeld eines Freimaurers auswirkt.

Kultur ist Freimaurern stets eine sehr wichtige Herzensangelegenheit, nicht nur weil viele historische Freimaurer zu den Vorkämpfern der Demokratie, des Sozialengagements und der Kultur zählen, sondern weil sie heute weiterhin in dieser Tradition stehen. Sie sind immer an der Förderung der Kultur und der schönen Künste interessiert. 

 

 

Am 3. November 1990 fand im Tempel in der Sandstraße 10 in Darmstadt das 69. Stiftungsfest der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« statt. Sie kehrte in jene Räumlichkeiten zurück in denen sie vor 69 Jahren gestiftet worden war. Der Landesgroßmeister Hanns-Jürgen Funk setzte Detlef M. in sein Amt als Logenmeister feierlich ein. Er blieb es von 1990 bis 1999. Als amtierender Logenmeister konnte er mit Jacek Klimkiewicz gemeinsam Benefizkonzerte organisieren, deren Erlös begabten Musikerinnen und Musikern der »Folkwang Universität der Künste« in Duisburg zur Verfügung gestellt wurde.

In Jacek Klimkiewicz - seinem späteren Nachfolger im Amt des Logenmeisters von 1999 bis 2008 - fand er eine starke Stütze und einen kompetenten Mitgestalter. Jacek Klimkiewicz war Student von Irene Dubiska. In seiner Heimatstadt Warschau wurde er Konzertmeister und Solist des »Polnischen Kammerorchesters«. Neben der Leitung einer Violinklasse als Professor an der »Folkwang Universität der Künste«, gastiert er als Solist u.a. in der Berliner, Münchner, Kölner Philharmonie, der Alten Oper in Frankfurt am Main, der Musikhalle in Hamburg, der St. John’s Church London, der Santory und Opera City Hall in Tokio. Er ist künstlerischer Leiter der »Internationalen Sommerakademie« in Seeheim-Jugenheim und als Künstler in Europa und Japan gefragt. Er ist im Besitz einer Stradivari-Violine.

Die Konzerte erfreuten sich in Darmstadt und Umgegend großer Beliebtheit. Die Benefizkonzerte fanden seit 1996 regelmäßig und unter großer Anstrengung der Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« statt. Die Freimaurerloge »Johannes der Evangelist zur Eintracht« stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung und ermöglichte dadurch, dass die Spendenhöhe nicht durch Vermietungskosten reduziert wurde.

Seit 2006 veranstalten die drei Darmstädter Freimaurerlogen »Johannes der Evangelist zur Eintracht« (GL AFuAM), »Vier Elemente im Licht« (FGLvD) und »Zum flammenden Schwert« (GLL FvD) gemeinsam mit der »Akademie für Tonkunst Darmstadt« die sogenannte »Konzertreihe der Darmstädter Freimaurerlogen«. Die Akademie ist eine der ältesten Musikausbildungsstätten Deutschlands. Sie wurde 1851 als Schmitt’sche Akademie für Tonkunst von Karl Philipp Schmitt gegründet. 1922 erfolgte die staatliche Anerkennung mit der Übernahme in die städtische Trägerschaft. Die Konzertreihe wird u.a. zur Förderung junger Musiktalente der »Akademie für Tonkunst Darmstadt« betrieben. Oberbürgermeister Jochen Partsch ist Schirmherr der Konzertreihe, die unter dem Motto steht:

 

»Das Schöne fördern, dem Guten dienen und dem Höchsten entgegenstreben.«

 

In den neu renovierten Logenräumlichkeiten wurde zu Ehren des 300-jährigen Bestehens der Freimaurerei am 18.11.2017 ein Benefizkonzert organisiert, welches von Master Pianistin Saeko Kitagawa am Flügel und Musikprofessor Jacek Klimkiewicz mit seiner Stradivari-Violine begleitet wurde. Sie spielten in ergreifender Weise Stücke von Christoph Willibald Ritter von Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Fritz Kreisler, Jules Massenet, Henryk Wieniawski, Nicolo Paganini, Edward Elgar, Isaak Albeniz, Astor Piazzolla und Carlos Gardel. Der Vorsitzende Meister der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« Giovanni Grippo hielt einen Kurzvortrag zur Geschichte der modernen Freimaurerei und zu ihren Zukunftsperspektiven. Es war eine würdevolle und informative Veranstaltung. Jacek Klimkiewicz gab vor jedem Musikstück etwas zum Besten über den Komponisten sowie über das jeweilige Stück und Giovanni Grippo moderierte den Abend.