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Gründung einer freimaurerischen Vereinigung

Darmstadt 20.10.2017 | Der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« traf sich am 11. Mai 2017 in der Bibliothek im Logenhaus in Darmstadt. Grund für das Treffen war der bereits 2016 gehegte Gedanke, in Rheinland-Pfalz freimaurerisch aktiv zu werden. Dabei wurden besonders Alzey, Ingelheim, Mainz, Oppenheim und Worms in Betracht gezogen. Es wurde darüber beraten, was für ein Name gewählt werden sollte. In den darauffolgenden Monaten wurde die Darmstädter Bruderschaft involviert. 

Daraufhin war am 27. Juli 2017 eine informelle Anfrage an die »Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gestellt worden, eine »Vereinigung von Johannisbrüdern« in Worms gründen zu dürfen. Ihr Zweck ist die Errichtung einer Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge« in Worms zu erstreben. Am nächsten Tag kam die Antwort des damaligen Landesgroßmeisters, dass er der Gründung gerne zustimme und den angefügten Satzungsentwurf zur Prüfung an den Gesetzbuchausschuss weiterleite. Der am 09. August 2017 von den Gründungsmitgliedern unterschriebene Antrag erging an den Provinzialmeister der Provinz Hessen.

Zeitnah ist das Logensiegel in Auftrag gegeben worden. Br. Christoph H. gab sich besonders viel Mühe; zeitgleich entstand das Konzept für eine Homepage der Vereinigung, die seit Anfang Oktober 2017 unter folgender Adresse zu erreichen ist: www.worms-freimaurer.de

Am 27. September erhielt der Vorstand der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« die offizielle, schriftliche Zustimmung zur Satzung. Es stand damit dem Versand der Einladungen zur konstituierenden Sitzung nichts mehr im Wege. Was umgehend erfolgte. Am 20. Oktober 2017 traf sich die Bruderschaft der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« im Untergeschoss des neu renovierten Darmstädter Logenhauses. An diesem Abend wurde die freimaurerische Vereinigung »Zum brennenden Dornbusch« mit Sitz in Worms gegründet. 

Die Gründungsurkunde wurde nach Verlesung des Satzungstextes von den Gründungsmitgliedern unterschrieben, der Vorstand gewählt und der Jahresbeitrag festgesetzt. Zum Vorsitzenden ist Br. Arno M. gewählt worden, der sich anschließend bei allen Beteiligten für ihre Mühen, für ihre Unterstützung und für ihre Hilfe bedankte. Er unterstrich, dass ihm dieses historische Vorhaben sehr am Herzen läge und das nicht nur weil er gebürtiger Rheinland-Pfälzer sei. Der Vorstand der Vereinigung begann umgehend mit der Planung von Gästeabenden. 

 

 Das besondere an der Vereinigung ist, dass es in Rheinland-Pfalz noch keine Loge unter der Konstitution der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« gibt. Freimaurer, welche einer Loge der »Großen Landesloge« oder einer anderen deutschen Großloge im Verbund der »Vereinigten Großlogen von Deutschland« oder einer anerkannten ausländischen Großloge angehören, können Mitglied werden. Sie sollten Rücksprache mit ihrem Vorsitzenden Meister halten, auch wenn die Mitgliedschaft in ihrer Mutterloge von der Mitgliedschaft in der Vereinigung im ersten Schritt unberührt bleibt.  

 

Ein paar Details zum Siegel der Vereinigung: Bei der »Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland« ist das Winkelmaß oben und der Zirkel unten. Das Winkelmaß in der »Großen Landesloge« steht grundsätzlich für etwas Göttliches und der Zirkel ist ein irdisches Symbol. Das Göttliche und das Gleichmass stehen über den irdischen und wandelbaren Zirkelschlag.

In der Mitte von Winkelmaß und Zirkel steht im Siegel der Gottesname אהיה (hebr. Eheje). Der Name wurde Moses vor dem brennenden Dornbusch mitgeteilt und bedeutet: »Ich werde immer da sein.« Der innere Kranz besteht aus 22 Strahlen als Hinweis auf die 22 Buchstaben des Hebräischen Alphabets und es finden sich des Weiteren sieben dunkelrote Hauptflammen. Beide Zahlen (22 und 7) sind auf der »Arbeitstafel« des I. Grades der »Großen Landesloge« sinnig im »musivischen Fußboden« angeordnet. Der Stamm hat genau 10 Dornen als Hinweis auf die »Zehn Gebote« und die 10 »Sephiroth«. Der äußere Kranz besteht aus 42 Strahlen und deutet auf einen weiteren verborgenen Gottesnamen hin, der aus 42 Buchstaben gebildet wird und mit der Schöpfung der Welt im Zusammenhang steht.